Teilstationäre Pflege
Tagespflege
Die Tagespflege ist eine wertvolle Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Sie eignet sich besonders dann, wenn die Pflegeperson berufstätig ist oder tagsüber anderweitig verhindert ist. Zusätzlich kann sie Entlastung im Alltag bieten. Auch für Menschen, die sich zuhause unbeaufsichtigt selbst gefährden könnten, ist Tagespflege eine sichere Lösung. Voraussetzung ist, dass die Gäste im Pkw oder Rollstuhl transportiert werden können.
Ein wichtiger Grund für die Tagespflege ist der Wunsch, den Tag in Gesellschaft zu verbringen. Viele ältere Menschen erleben Einsamkeit – hier bietet die Tagespflege Gemeinschaft, Austausch und ein aktives Miteinander. Gleichzeitig schenkt sie Angehörigen Ruhe und Entlastung, da sie wissen, dass ihre Liebsten gut betreut sind.
Neben der sozialen Einbindung umfasst die Tagespflege eine umfassende pflegerische und medizinische Versorgung. Darüber hinaus werden bei Bedarf weitere Dienste vermittelt, etwa Krankengymnastik, Massage, Sprachtherapie, Friseur oder Fußpflege. Die Gäste erwartet ein abwechslungsreiches Beschäftigungsangebot: Basteln, Spaziergänge, Gedächtnistraining, Lesen, Singen, Gespräche über das Tagesgeschehen und die Politik sowie gezielte Gymnastik zur Förderung der Beweglichkeit. Jahreszeitliche Feste runden das Programm ab und schaffen schöne gemeinsame Erlebnisse.
Kurzzeitpflege
Wenn eine vorübergehende stationäre Betreuung notwendig wird, bietet die Kurzzeitpflege eine wichtige Entlastung für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Sie kommt besonders dann infrage, wenn nach einem stationären Krankenhausaufenthalt eine sichere Versorgung zu Hause noch nicht möglich ist. Auch in Situationen, in denen die häusliche oder teilstationäre Pflege nicht ausreicht, stellt die Kurzzeitpflege eine wertvolle Übergangslösung dar.
Viele Familien greifen auf Kurzzeitpflege zurück, wenn pflegende Angehörige vorübergehend verhindert sind, zum Beispiel durch Urlaub, Krankheit oder berufliche Verpflichtungen. Ebenso kann sie notwendig werden, wenn sich der Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Person kurzfristig deutlich verschlechtert und eine intensivere Betreuung erforderlich ist. Darüber hinaus dient die Kurzzeitpflege häufig als Übergangslösung, bis ein vollstationärer Dauerpflegeplatz verfügbar ist.
Verhinderungspflege
Die Verhinderungspflege unterstützt pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen immer dann, wenn die reguläre Pflegeperson vorübergehend ausfällt. Ein Anspruch besteht, sobald die Pflegeperson – unabhängig davon, ob sie allein pflegt oder ein Pflegedienst beteiligt ist – wegen Urlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist. Der konkrete Anlass spielt dabei keine Rolle. Rechtsgrundlage ist § 39 SGB XI („Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson“).
Während der Verhinderungspflege wird das anteilige Pflegegeld weitergezahlt: Für bis zu vier Wochen pro Kalenderjahr erhalten Pflegebedürftige die Hälfte des bisherigen Pflegegeldes. Insgesamt kann die Verhinderungspflege für maximal 42 Kalendertage im Jahr genutzt werden. Die Pflegekasse übernimmt dabei Kosten von bis zu 1.612 Euro jährlich, wenn die Ersatzpflege durch eine Pflegeperson sichergestellt wird.
Zusätzlich können nicht ausgeschöpfte Mittel der Kurzzeitpflege genutzt werden: Bis zu 50 Prozent des Kurzzeitpflegebudgets – also maximal 806 Euro – dürfen auf die Verhinderungspflege übertragen werden. Dadurch erhöht sich der mögliche Gesamtbetrag auf bis zu 2.418 Euro pro Jahr.
Zu den erstattungsfähigen Aufwendungen zählen unter anderem Verdienstausfall und Fahrkosten der Ersatzpflegeperson sowie die Kosten eines gewerblichen Pflegedienstes. Eine stationäre Inanspruchnahme der Verhinderungspflege ist derzeit nur eingestreut möglich, das heißt: Sie kann genutzt werden, sofern ein entsprechender Platz frei ist.
Vollstationäre Pflege
Vollstationäre Pflege
Die vollstationäre Pflege bietet pflegebedürftigen Menschen ein sicheres Zuhause, in dem sie rund um die Uhr professionell versorgt und liebevoll begleitet werden. Im Mittelpunkt stehen eine umfassende pflegerische und medizinische Betreuung sowie eine individuelle Förderung entsprechend den körperlichen und geistigen Möglichkeiten jedes einzelnen Bewohners.
Die medizinische Versorgung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Hausarzt, Zahnarzt und verschiedenen Fachärzten. Zusätzlich können weitere therapeutische und unterstützende Dienste vermittelt werden, darunter Krankengymnastik, Massage, Sprachtherapie, Friseur oder Fußpflege.
Ein wichtiger Bestandteil des Alltags ist die individuelle Betreuung: Die Bewohnerinnen und Bewohner werden entsprechend ihrer Fähigkeiten aktiviert und begleitet – sei es durch kreative Angebote, Bewegungseinheiten oder gemeinsame Aktivitäten. Ein geregelter Nachtdienst durch examiniertes Fachpersonal sorgt auch nachts für Sicherheit und kompetente Unterstützung.
Zum Leben in der Einrichtung gehören außerdem regelmäßige Gottesdienste und die Möglichkeit zur Krankenkommunion. Jahreszeitlich orientierte Feste wie Weihnachten, Fasching, Ostern, Muttertag oder das Sommerfest schaffen Gemeinschaft und schöne Erlebnisse. Einmal im Monat werden zudem alle Geburtstage gemeinsam gefeiert. Für Menschen mit gerontopsychiatrischem Unterstützungsbedarf steht eine spezielle Gruppe zur Verfügung, die auf ihre Bedürfnisse eingeht.
Auch in der letzten Lebensphase werden die Bewohnerinnen und Bewohner einfühlsam begleitet – in einer familiären Atmosphäre, die Geborgenheit und Würde vermittelt.
Eine vollstationäre Pflege bieten wir sowohl im Wohnpark Laubenbach als auch im St.-Martha-Heim an.
Wohnpark Laubenbach
Die Einrichtung befindet sich in ruhiger Lage im Erdgeschoss mit Zugang zum Garten. Durch die geringe Anzahl an Wohnplätzen ist eine profunde individuelle Betreuung der Bewohner gewährleistet. Es sind 19 vollstationäre Plätze vorhanden, mit eingestreuter Kurzzeitpflege. Ärzte, Apotheken, Kirchen und Geschäfte sind in der unmittelbaren Umgebung zu finden.
St.-Martha-Heim
Das Haus ist nach modernen Gesichtspunkten funktional geplant und wurde speziell für gerontopsychiatrisch erkrankte Bewohner konzipiert.
29 Einzel- und 5 Doppelzimmer sind auf zwei Ebenen verteilt und mit komfortablen Sanitärräumen ausgestattet. Auf jeder Etage befindet sich ein großzügig konzipierter Aufenthaltsraum mit integrierter Teeküche und ein separaten großen Pflegebad.
Zudem befindet sich im 1. Stock die Tagespflege.
Die Einrichtung liegt zentral, aber sehr ruhig auf einem großen Grundstück mit schönem Garten. Ärzte, Apotheken, Kirchen und Geschäfte befinden sich in unmittelbarer Umgebung.
Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sowie Tagespflege lediglich sind eingestreut möglich, soweit Plätze verfügbar sind.

